Photovoltaik:

Wie entsteht Solarstrom?

Wenn die Energieteile des Lichtes (Photonen) auf negativ geladenes Metall treffen, schlagen sie durch diesen lichtelektrischen Effekt dort Elektronen heraus.
Trifft auf die durch mehrere Solarzellen zusammen gefassten Solarmodule Licht, fließen die Elektronen vom negativen zum positiven Bereich und elektrische Energie wird erzeugt.
Dabei entsteht zunächst Gleichstrom, dieser kann durch einen Wechselrichter in netzüblichen Wechselstrom umgewandelt werden.

In der Regel reicht die Dachfläche eines Eigenheims aus, den eigenen Stromverbrauch solar zu decken. Als Daumenregel gilt: 8 Quadratmeter Modulfläche erzeugen rund 1.000 Kilowattstunden Solarstrom im Jahr. Bei Einspeisung in das öffentliche Netz winkt eine attraktive Vergütung, die vom Gesetzgeber über 20 Jahre garantiert wird.

Vergütung 2008 für Aufdachanlagen:

Bis 30 kW/p 46,75 Cent/ kWp

30 bis 100kWp 44,48 Cent/ kWp

Ab 100kWp 43,99 Cent/ kWp

Im Jahr 2009 soll aus gesetzlichen Gründen die Degression bei Aufdach Solarstromanlagen um 8% sinken. Dies heißt dass sämtliche Anlagen die ab dem 01.01.2009 an das öffentliche Stromnetz angeschlossen werden für jedes eingespeiste kW Strom folgende Vergütung auf die Dauer von 20 Jahren erhalten:

Vergütung 2009 für Aufdachanlagen minus 8%!

Bis 30 kW/p 43,01 Cent/ kWp

30 bis 100kWp 40,93 Cent/ kWp

Ab 100kWp 40,48 Cent/ kWp

Wenn man sich für eine Solarstromanlage entscheidet, sollte diese noch im Jahr 2008 an das öffentliche Netz angeschlossen werden, um sich die relativ guten Vergütungssätze zu sichern!

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So kommt der Strom vom eigenen Dach:

Welche Voraussetzungen muss mein Haus erfüllen?

Wenn Sie Ihre Anlage auf dem Dach planen, wäre eine Exposition zwischen Südwest und Südost am optimalsten. Selbstverständlich sind auch West- und Ostdächer mit Dachneigungen bis zu 35° gut geeignet. Jedes Nord-Dach hat auch eine Südseite.

Mindestdachfläche:
Sie sollten über eine unbeschattete zusammenhängende Dachfläche von mindestens 16m² verfügen. Das heißt, diese Fläche wird nicht durch Kamin, Dachfenster oder Entlüftungsschächte unterbrochen.

Statik / Tragfläche:
Normalerweise können Sie auf Ihrem Dach problemlos eine Solaranlage anbringen lassen. Erfahrungsgemäß stellt eine Solaranlage für ein Gebäude kein statisches Problem dar. Das zusätzliche Gewicht können wir Ihnen je nach Größe der geplanten Anlage berechnen. Bei großen Hallen und Industriedächern empfehlen wir jedoch eine statische Berechnung.

Wie groß sollte eine Photovoltaikanlage sein?
Finanziell rentiert sich eine Anlage ab 2,00 kW. Prinzipiell können Sie sowohl kleine bis sehr große Anlagen bauen. Die Energie wird komplett in das öffentliche Netz eingespeist und Ihren Strom kaufen Sie wie gewohnt bei einem Energieversorger.
Größere Anlagen sind spezifisch günstiger.

Wie hoch ist die Energieproduktion?
Die Menge der Energieproduktion bestimmen Sie über die Größe der PV-Anlage. Bei guter Ausrichtung der Anlage kann ein durchschnittlicher Jahresertrag von 1000 kWh/kWp erreicht werden. Ein durchschnittlicher Vier-Personenhaushalt verbraucht ca. 3500 kWh/Jahr.

Muss der gewonnene Strom in das Netz eingespeist werden?
Nein, Sie können den Solarstrom auch selber nutzen. Der Großteil unserer Kunden speist den Strom direkt in das Netz ein, da die Vergütung für den eingespeisten Solarstrom höher ist, als der Preis, den man für Strom beim Energieversorger bezahlt. Daher ist es finanziell gesehen sinnvoll, den gewonnenen Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen und den Eigenbedarf wie bisher von Ihrem Energielieferanten zu kaufen. Wenn Sie Wert darauf legen Solarstrom zu beziehen, wählen Sie bitte entsprechende Anbieter oder Angebote von Energielieferanten.

Wie wird eine Photovoltaikanlage befestigt?
Die Befestigung auf dem Dach erfolgt über ein montiertes Gestell oder wird bei einer indach- Lösung in das Dach integriert.
Soll die Photovoltaik-Anlage an der Fassade befestigt werden, wird sie an einem leichtes Aluminiumgestell angebracht.

Wie hoch ist die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage?
Qualitativ hochwertige Photovoltaikanlagen können bis zu 40 Jahre Strom produzieren. Die Leistungsgarantie der Module beträgt 25 Jahre.
Die elektronischen Komponenten werden mit einer Lebensdauer von durchschnittlich 20 Jahren veranschlagt, wobei die Garantie zwischen 2-10 Jahre beläuft.

Brauche ich eine Baugenehmigung?
Im Prinzip ist ein Großteil der Solaranlagen genehmigungsfrei, es gibt aber unterschiedliche Regelungen in den einzelnen Bundesländern. Photovoltaikanlagen sind bauliche Anlagen im Sinne des Baurechts. Jedoch kann der Bau einer Photovoltaikanlage auch abgelehnt werden, z.B. die Anlage sollte auf ein Denkmal geschütztes Gebäude installiert werden.

Wieviel kostet eine Photovoltaikanlage?
Aufgrund der verschiedenen Möglichkeiten, bitten wir Sie mit uns Kontakt aufzunehmen, damit wir Ihren Bedarf erkennen und Ihnen ein maßgeschneidertes Angebot unterbreiten können. Leider ist an dieser Stelle keine pauschale Aussage möglich.

Wann hat sich die Investition in die Anlage amortisiert?
Je nach Qualität, Preis und Ausrichtung der Anlage kann der Richtwert der Amortisation bei 12 Jahren liegen, abhängig davon ob eine Anlage mit Eigenkapital oder einem Bankdarlehen finanziert wird.

Haben Sie Fragen oder wünschen Sie ein unverbindliches Angebot? Sie erreichen uns per Telefon oder über das Kontaktformular

 

Weiterführende Links:

In 5 Schritten den zukünftigen Ertrag Ihrer Solaranlage berechnen

Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie

Solarstromerzeugung.de