Der Energieausweis für Gebäude

Bei steigenden Energiepreisen werden energieeffiziente Gebäude immer attraktiver. Der Energieausweis dokumentiert die energetische Qualität von Gebäuden und gibt konkrete Modernisierungstipps zur Energieeinsparung. Als Instrument für mehr Markttransparenz motiviert der Energieausweis zu Investitionen in die Sanierung.

Mehr Transparenz auf dem Immobilienmarkt für Mieter, Käufer und Eigentümer

Abhilfe schafft der Energieausweis. Er soll für mehr Transparenz auf dem Immobilienmarkt sorgen und allen Marktteilnehmern verlässliche Informationen über den Energiebedarf und die energetische Qualität von Gebäuden liefern. Wer in Zukunft eine Wohnung bzw. ein Haus kaufen, mieten oder pachten möchte, kann so verschiedene Immobilien unkompliziert miteinander vergleichen und bekommt mit dem Energieausweis eine wichtige Orientierungs- und Entscheidungshilfe an die Hand.

Die gesamte Energieeffizienz eines Gebäudes wird in einem allgemein verständlichen, einheitlichen Label dargestellt.

Energieskala

 

Mit dem Inkrafttreten der Energiesparverordnung (EnEV) 2007 am 1.Oktober 2007 wurde der Energieausweis auch im Gebäudebestand bei Verkauf, Vermietung, Verpachtung oder beim Verleasen Pflicht.

 

Ausweis-Pflicht ab 2008

Für Bestandsgebäude mit einem Baufertigstellungsjahr bis 1965 sind Energieausweise ab 1. Juli 2008 zugänglich zu machen. Für Bestandsgebäude mit einem Baufertigstellungsjahr ab 1966 sind Energieausweise ab dem 1. Januar 2009 verpflichtend auszustellen.

Die Ausweispflicht für Nichtwohngebäude gilt ab dem 1. Juli 2009 . In öffentlichen Gebäuden mit mehr als 1.000 Quadratmetern Nutzfläche muss dann ein Energieausweis gut sichtbar angebracht werden. Für Neubauten wurde der Energieausweis bereits im Jahr 2002 eingeführt.

 

Wahlfreiheit bis 30. September 2008

Eigentümer dürfen bis zum 30. September 2008 frei zwischen zwei Ausweisarten wählen. Vermieter oder Verkäufer können also selbst entscheiden, ob sie Interessenten den Verbrauchsausweis oder den Bedarfsausweis zugänglich machen wollen.

Ab dem 1. Oktober 2008 wird die sogenannte Wahlfreiheit eingeschränkt. Dann benötigen Eigentümer von Gebäuden mit weniger als fünf Wohneinheiten, für die der Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt wurde und die das Anforderungsniveau der 1. Wärmeschutzverordnung nicht erreicht haben, zwingend den Bedarfsausweis.

Für alle übrigen Gebäude gilt auch nach Ablauf des 30. September 2008 weiterhin Wahlfreiheit.

Allerdings mit einer Ausnahme: Wer Mittel aus staatlichen Förderprogrammen bekommen möchte, muss in jedem Fall einen Bedarfsausweis vorlegen.

 

Pflichten bei Vermietung und Verkauf

Soll ein mit einem Gebäude bebautes Grundstück oder eine Wohnung verkauft werden, hat der Verkäufer dem Kaufinteressenten einen Energieausweis „zugänglich zu machen“; entsprechendes gilt bei Vermietung, Verpachtung oder beim Verleasen.

Wobei mit „zugänglich machen“ nicht das engere „Vorlegen“ gemeint ist. Der Interessent muss die Möglichkeit haben, den Ausweis bei seiner Entscheidungsfindung berücksichtigen zu können. Damit reicht z. B. ein Aushang im Treppenhaus anlässlich einer Wohnungsbesichtigung.

Als Interessenten gelten nur Personen, die als zukünftige Mieter oder Käufer tatsächlich in Frage kommen. Ein Einsichtsrecht für Jedermann in Energieausweise gibt es damit nicht. Insbesondere sind

Vermieter nicht verpflichtet, für ihre Bestandsmieter Ausweise erstellen zu lassen oder Mietern Einsicht in vorhandene Ausweise zu gewähren.

 

Besonderheiten für Wohnungseigentümer

Bei Verkauf oder Vermietung einer Eigentumswohnung trifft die Pflicht den vermietungs- bzw. verkaufswilligen Wohnungseigentümer. Der Wohnungseigentümer hat gegen die Eigentümergemeinschaft dann einen Anspruch auf rechtzeitige Bereitstellung des Ausweises. Auch die Kosten sind von der Eigentümergemeinschaft zu tragen.

 

Achtung: hohes Bußgeld droht

Verantwortlich ist der Verkäufer bzw. Eigentümer, Vermieter, Verpächter oder Leasinggeber. Wer den Energieausweis vorsätzlich oder fahrlässig nicht, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig zugänglich macht, riskiert ein Bußgeld von bis zu

15 000 Euro (§ 27 Abs. 2 Nr. 1 EnEV iVm. § 8 Abs. 1 Nr. 2 iVm § 8 Abs. 2 EnEG).

 

Sollten Sie Fragen zum Energieausweis haben, können Sie mich gerne ansprechen

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Hier sehen Sie ein Muster des Energieausweises: Muster Energieausweis

 

Bestellung des Verbrauchsausweises:

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Wir nehmen mit Ihnen Kontakt auf.
Sie erhalten den Energieausweis mit Rechnung und ausgewiesener Mehrwertsteuer umgehend per Post.

Preis für Energieausweis: ab 75.00 €* zuzüglich Mehrwertsteuer.
*(abhängig von Modell, Gebäudegröße, Bestandsunterlagen, Zusatzleistungen)

Für Ihre spezielle Anfrage nutzen Sie bitte unser Kontaktformular

 

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Weiterführende Links:


dena-Energieausweis

Link Haus und Grund